Projektbericht aus Liancourt, Haiti – April 2015

Die Peter-Hesse-Stiftung setzt ihr Montessori-Lehrinnen-Ausbildungsprogramm in Haiti weiterhin fort, um benachteiligten Kindern durch frühkindliche Bildung in guten Vorschulen eine Startchance für ihr Leben zu geben. Sie ermöglicht ihren erfolgreich ausgebildeten Lehrerinnen die Eröffnung solcher Vorschulen; sie gewährt ihnen methodische Hilfe jeweils in deren Vorschulen wie im neu erbauten CENTRE MONTESSORI D’HAITI in Liancourt in der von Erdbeben weniger gefährdeten Artibonite-Region.

Im als Internat betriebenen Zentrum werden derzeit 27 Montessori-Studentinnen auf ihre Prüfungen im Juli 2015 vorbereitet. Über 500 weitere Kinder werden im kommenden Schuljahr von guter früher Grundbildung profitieren.

Im noch laufenden Schuljahr hat die Stiftung zwei neuen Vorschulen in Gonaives den Start ermöglicht – für über 110 Kinder in beiden neuen Schulen. Mit dieser Ergänzung kommen im Schnitt über 3.845 Kinder jährlich in den Genuss dieser Lebens-Starthilfe.
Die Stiftung veranstaltete ergänzende Sonder-Seminare für kulturelle Zwecke, für Primarschul-Mathematik wie auch zur eigenen Herstellung von Montessori-Lehrmaterial. Dank der bereits fertiggestellten zwei Schlafhäuser konnten dafür früher ausgebildete Lehrerinnen von 12 bestehenden Montessori-Vorschulen im Zentrum untergebracht werden.

Fünf bestehende Projekt-Vorschulen mit insgesamt 249 Kindern wurden besucht, um ihnen methodische Hilfe zu gewähren und um die Qualität der Montessori-Ausbildung zu sichern.

Um unsere selbstgewählte Verpflichtung zu erfüllen, ein umweltfreundliches Zentrum zu sein, hat die Stiftung das Zentrum „begrünt“ und bemüht sich bei ihren Studentinnen darum, Umweltbewusstsein zu fördern. Studentinnen lernen, dass sie soziale und Umwelt-Verantwortung für ihre Umwelt wie für Gesundheit, Lebensqualität und Überlebenssicherung tragen. Dazu wird von allen Studentinnen gefordert, jeweils ein Umweltalbum mit Aktivitäten zu gestalten, die sie in den Schulen mit Kindern umsetzen können, wenn sie deren Lehrerinnen sein werden.

In diesem Schuljahr konnte die Stiftung die laufenden Kosten für einen Monat erwirtschaften. Sie vermietete den überdachten Speise- und Versammlungs-Pavillon wie auch andere Teile des Zentrums an kleine Organisationen aus der Umgebung für deren eigene Veranstaltungen. Wir hoffen, im nächsten Schuljahr weitere Kunden hierfür zu gewinnen. Dies ist der Mini-Beginn einer finanziellen Eigenständigkeits-Vision, um zumindest anteilige Kosten zukünftig selbst zu erwirtschaften. Diese Vision zu realisieren ist eine ergänzende selbst-gestellte Zukunftsaufgabe. – Alles im Sinne unseres Stiftungsmottos: Es ist DENNOCH möglich !

Download als pdf