Nach dem Haiti-Erbeben: Ein Neuanfang ist notwendig und möglich!

Ein Aufruf – von Peter Hesse – 27. Januar 2010

In Haiti herrschen weiterhin Elend und Unsicherheit. Die Zukunft der Menschen ist dort nun nicht nur Thema der Haitianer selbst, sondern auch der solidarischen Weltgemeinschaft.
Nach der hoffentlich bald erreichten Verfügbarkeit der „basic needs“: sauberes Wasser, Nahrung, Schutz und medizinische Betreuung ist die Möglichkeit, frühzeitig im Leben mit dem Lernen zu beginnen, auch ein Grundbedürfnis und somit ein Grundrecht.

Montessori Vorschulen sind auch für Kinder in Haiti eine Startchance für eine selbstbewusste erfolgreiche Lebensgestaltung wie für eine eigenständige Entwicklung Haitis. Montessori vermittelt positive Grundwerte und erlaubt die Entwicklung von Grundfähigkeiten.
Dafür arbeitet die Peter-Hesse-Stiftung in Haiti erfolgreich seit 1983.

Es ist viel zerstört. Nach dem verheerenden Erdbeben wussten wir lange nicht, ob unsere haitianischen Montessori Lehrer-Trainerinnen und ihre Studentinnen überlebt haben. Nun wissen wir zumindest: Unsere Trainerinnen und zumindest viele der Montessori Lehrerinnen haben überlebt. Darüber sind wir glücklich – und dankbar. Ungewiss ist leider immer noch das Schicksal einiger in unseren Projekten eigenständig wirkenden Lehrkräfte und ihrer Kinder. Klar ist: Das Montessori LehrerInnen-Ausbildungszentrum in Port-au-Prince sowie einige Vorschulen unserer haitianischen Partner im Erdbebengebiet sind zerstört.
Nun muss es erneut weiter gehen – Mit LehrerInnen-Bildung und neuen Vorschulen auch für Kinder in den Zeltlagern. Wir haben eine konkrete Vision* eines Neubeginns für ganz Haiti, können diese Vision wegen der Größe der Zerstörungen jedoch nicht alleine realisieren.

Als Gründer der Peter-Hesse-Stiftung muss ich nun meine Mitmenschen um Hilfe zu bitten.
Die Erträge der 1983 mit DM 210.000,- gegründeten kleinen Privatstiftung, die erst 2009 im Vorgriff auf mein Testament auf eine Million erhöht wurde, reichen für Haitis Neuanfang nicht aus. Wir, d. h. konkret meine Montessori Projektpartnerin Carol Guy-James Barratt aus Trinidad und unsere Trainerinnen haben seit 1986 über 800 Montessori Vorschullehrerinnen ausgebildet und wir haben Hilfe beim Aufbau von rund 50 einheimischen Montessori Vorschulen für bedürftige Kinder geleistet. Das Montessori Vorschulsystem ist nun in Haiti gut eingeführt. Hauptträger sind die Lehrerinnen und ihre lokalen Gründungsinitiativen.
Ich war dafür 43-mal einige Wochen in Haiti, Carol noch viel öfter und länger. Zur Zeit des Erdbebens am 12./13. Januar 2010 waren wir beide jedoch nicht in Haiti. Wir müssen nun schnellstens erfahren, was aus unseren Schulen im Detail geworden ist. Dann können wir sogleich mit dem Neuanfang beginnen. Das DENNOCH-Prinzip muss erneut siegen – wie schon bisher in Haiti. Darum bitte ich nun um Spenden für den Neuanfang.

Ein Filmteam um unser Vorstandsmitglied Frau Dr. Sabine Uhlen, wird in der letzten Februar-Woche 2010 auf eigene Kosten mit Carol und mir nach Haiti fliegen um zu dokumentieren, was zum Wohle der Kinder in Haiti gerettet werden kann – und muss.
Bis Mitte Februar gespendete Mittel werden von uns dann direkt vor Ort voll eingesetzt.

Peter Hesse – www.solidarity.org – – 27. 1. 2010

Konto der Peter-Hesse-Stiftung: 3156080 – Commerzbank Düsseldorf – BLZ 300 400 00
(Für Spendenbescheinigungen bitte „Haiti Erdbebenhilfe“ und volle Spenderanschrift.